Hoftheater Dresden
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created by Søren Kahl

Über uns

Die Idee

Rolf Hoppe, der international renommierte Schauspieler aus Dresden und Hans-Jürgen Behr, Bürgermeister der Gemeinde Schönfeld-Weißig, hatten eine Vision: Sie wollten einen künstlerisch-kulturellen Ort am Rande der Stadt in Weißig schaffen, ein Hoftheater, ein „Theater der Nähe“.

Zu diesem Zweck gründeten sie 1995 den Kultur- und Kunstverein Schönfelder Hochland. Da der Verein finanziell nicht in der Lage war, ein Grundstück zu erwerben, kaufte Hoppe von der Gemeinde einen geeigneten Bauernhof und stiftete diesen dem Verein.

Der Prinzipal

Der Schauspieler Rolf Hoppe, geboren 1930 im Harz, lebt seit den sechziger Jahren in Dresden. Seine künstlerische Laufbahn führte ihn in den 60ern an das Staatstheater Dresden. Schnell wurden Regisseure von Film und Fernsehen auf den Charakterdarsteller aufmerksam und holten ihn vor die Kamera. Seit dem hat er in mehr als 200 Filmen mitgespielt.

Seine internationale Filmkarriere begründete Hoppe 1981 mit der Rolle des diabolischen Generals Göring im Film Mephisto nach Klaus Manns gleichnamigen Roman. Der Ungarische Regisseur Istvan Szabo holte Hoppe als Gegenspieler von Klaus Maria Brandauer, der die Titelrolle spielte. Nachdem der Film 1981 die höchste Filmehrung, den amerikanischen „Oscar“, bekam, wurde Hoppe ein international gefragter Schauspielstar. So spielte er von 1983 bis 1992 zusammen mit seinem Freund Brandauer im legendären Schauspiel „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal den „Mammon“ auf den Salzburger Festspielen.

Das Besondere an Hoppes künstlerischer Biografie ist, dass er sich immer als Dresdner Künstler verstand, und auch in schwierigen Zeiten nie Zweifel aufkommen ließ, dieser Region verbunden zu sein. So ist es nur folgerichtig, dass er sich gemeinsam mit den Mitgliedern des Kultur- und Kunstvereins hier in Dresden einen lang gehegten Traum erfüllt, nämlich den Aufbau eines eigenen Kammertheaters an der Peripherie Dresdens. Genau an dem Ort, wo zu kursächsischer Zeit die Gaukler, die Schauspielwandertruppen verbannt wurden, da sie (noch) nicht in das höfische Bild passten…

Das HOFTHEATER-Projekt

Seit 15 Jahren arbeiten Vereinsmitglieder, ABM-Kräfte, Nachbarn, Freunde, Gönner und Sponsoren an der Umsetzung der Idee ein Hoftheater zu errichten und zu betreiben. Dabei ist im Einzelnen folgendes bereits entstanden und noch geplant:



Die Scheune als Kammertheater




Kernpunkt des Kunst- und Kulturprojektes ist die Errichtung eines Kammertheaters in der Scheune mit ca. 150 Plätzen. Der urige Charakter der alten Scheune soll weitestgehend erhalten bleiben. Kunstvolle Bühnenaushänge sowie ein üppiges, illusionistisches Portal sollen den rustikalen Eindruck konterkarieren und kostbar machen. Hier soll eine reizvolle Schnittstelle zwischen barockem Hof-Theater und Bauern-Hof erkennbar werden. Alte historische Theaterbühnentechnik, ähnlich einer Schiffstakelage, soll die Ursprünge sichtbar machen und „handgemachtes Theater“ vorführen.

Im Sommer 2002 haben wir mit dem regelmäßigen Spielbetrieb begonnen. Die Scheune ist soweit ausgebaut, dass 99 Zuschauer Platz finden. 2004 wurde eine Heizung installiert, so dass die Theaterscheune temperaturunabhängig genutzt werden kann. An diesem Ort finden Kammertheateraufführungen mit exzellenten Schauspielern statt.




Das Kuhstall-Gewölbe

Das Kuhstall-Gewölbe übt durch seine besondere architektonische Gestaltung einen außergewöhnlichen Reiz auf Publikum und Künstler aus. Hier sitzen vor und nach der Theatervorstellung – gemäß unseres Credos „Theater der Nähe“ – Gäste und Künstler in unvergleichlicher Atmosphäre beieinander, um zu essen, trinken und kommunizieren.

Neben dem Spielbetrieb in der Theater-Scheune finden seit Herbst 2002 auf der Brettelbühne im Kuhstall-Gewölbe ebenfalls literarisch-musikalische Abende, Theateraufführungen und Chansonabende statt.

2003 konnten wir durch den Einbau einer Heizung im Kuhstall-Gewölbe den durchgängigen Theaterspielbetrieb aufnehmen.

Der Theater-Hof


Der Theater-Hof ist das Entreé, der immer zugängliche öffentliche Bereich des Theaters. Dort fand bereits im Sommer 1999 das erste Hoftheaterfest statt. Unter dem Motto "Vom Bauern-Hof zum Hof-Theater" hatte Rolf Hoppe Freunde und Künstlerkollegen aus dem ganzen Land eingeladen. Und sie kamen zu Hauf: Schauspieler, Opernsänger, Puppenspieler, Tänzer, Geschichtenerzähler, Musiker und, und, und. Ein riesiges Meer von Besuchern drängte auf den Hof, hunderte. Viele mussten aus Platzmangel wieder unverrichteter Dinge abziehen. Diese Sommerhoftheaterfeste wiederholten sich bis in den Sommer 2002. Danach begann endlich der reguläre Spielbetrieb in der Theaterscheune.

Heute wird der Theaterhof als erweitertes Foyer genutzt. Vor und nach der Vorstellung sitzen wir gemeinsam mit unseren Gästen am Hof-Feuer. Darüberhinaus spielen wir im Sommer - sofern das Wetter mitspielt und die Nachbarn es aushalten - auch Sommertheater auf dem Hof. Genießen Sie also mit uns die außergewöhnliche Atmosphäre am Hoffeuer nach der Vorstellung. Das kann Ihnen weder die Staatsoper noch das Schauspielhaus bieten. Der Weg an den Stadtrand ist näher als Sie denken!

Das Theater-Foyer als Galerie

Die Zwischenscheune als Bindeglied von Kuhstall-Gewölbe und Scheunentheater wird zum Theaterfoyer ausgebaut. Hier werden die Gäste künftig von einem großzügigen Entree empfangen, das als Galerie genutzt werden soll. Maler und Bildhauer aus Dresden und Umgebung finden hier einen attraktiven Ausstellungsort. Öffentliche Garderoben, Toilettenanlagen einschließlich einer Behindertentoilette werden in diesem Gebäudeteil untergebracht. Diese Baumaßnahme begann Ende 2007 und wird in Ermangelung an Geld sicher noch bis Ende 2011 andauern.



Das geplante Funktionsgebäude

Auf dem rückwärtigen Grundstücksgelände (ca. 1500 m²) ist die Errichtung eines neuen Funktionsgebäudes geplant. In diesem Anbau auf dem Gelände der bereits abgerissenen Stallanlagen, sollen Probebühne, Künstlergarderoben, Seminarräume, Werkstatt, Magazin, Requisiten- und Kostümfundus sowie technische Räume für Heizung und Elektrotechnik untergebracht werden.

Das künstlerische Profil

Der Spielplan orientiert sich am künstlerischen Anspruch Hoppes. So sind eine Vielzahl eigener Inszenierungen - vornehmlich durch unseren Hausregisseur Helfried Schöbel - entstanden u. a. Stücke von Klassikern wie Goethe, Shaw und Tschechow. Aber auch Dramatik von zeitgenössischen Schriftstellern wie Neil LaBute, Felix Mitterer, Lutz Hübner, Dieter Hildebrand oder Rolf Schneider findet das Publikum im Programm.

Die Spielplanlinien

1. Klassische Stoffe
Goethe, Tschechow, Shaw
2. Komödien
Sostschenko, Hübner, Ensikat
3. Literarisch-musikalisches Theater
Weber, Schumann, Brentano, Voltaire, Friedrich der Große
4. Zeitgenössisches Theater
LaBute, Mitterer, Miller, Hübner
5. Schauspielereien – Legenden & Newcomer
Theaterabende mit Schauspielerlegenden wie Rolf Hoppe, Gojko Mitic, Marita
Böhme, Peter Herden, Peter Sodann, Wolfgang Stumpf etc. und
Neuentdeckungen
6. Filmtheater
DEFA-Rumpelkammer mit Hoppe und Filmemachern, Schauspielern, Regisseuren,
ab 2010 geplant
7. Ku(h)linarisches im Kuhstall
Cornelia Kaupert und Peter Kube plaudern, spielen und kochen mit Prominenten
Künstlern

Beliebter Ort zum Feiern






Das Hoftheater ist beliebter Ort und Kulisse für Jubiläen
- 2004 feierte der Münchner Regisseur Peter Schamoni seinen 70. Geburtstag
- 2005 feierte Gunter Emmerlich seien 60. Geburtstag
- 2005 feierte Emmerlichs „Semper-Hous-Band“ 20. Geburtstag
- 2005 feierte Rolf Hoppe seinen 75. Geburtstag
- 2006 Wolfgang Stumpf seinen 60. Geburtstag

- Darüber hinaus werden über das ganze Jahr die Räumlichkeiten für Privat- und
Betriebsfeiern angemietet

ID: 39 - Zuletzt bearbeitet: 11.04.10 16:18 von dirk
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